Am Montag, den 13. Oktober 2025, verwandelte sich der Kölner Filmpalast im Rahmen des Film Festival Cologne in einen Treffpunkt für die kreative Zukunft der Medienbranche: Beim MGZ Summit 2025 brachte das Mediengründerzentrum NRW führende Köpfe aus Film, TV, Games, Social Media, Tech und Politik mit Gründer:innen und Nachwuchstalenten zusammen. Unter dem Leitthema „The Future is Now – Inhalte und Businessmodelle der Zukunft“ standen disruptive Technologien, neue Erzählformate und nachhaltige Geschäftsmodelle im Mittelpunkt.
Eröffnet wurde der Summit von Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei. In seiner Rede betonte er die zentrale Rolle des MGZ als Impulsgeber und Motor für Innovation und Talentförderung.
Liminski hob hervor, wie wichtig Orte wie das MGZ seien, die kreative Unternehmer:innen vernetzen, fördern und ihnen die Chance geben, in NRW zu bleiben und hier groß zu werden. Gerade in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen brauche es Gründer:innen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen.
Impulse für Storytelling und Narrative der Zukunft
Durch das Programm führte erneut Tijen Onaran, Unternehmerin, Investorin und Bestseller-Autorin, die mit ihrer Expertise in Diversität, Digitalisierung und Female Empowerment inspirierende Impulse setzte – und mittlerweile fester Teil der MGZ-Community ist.
In der Eröffnungs-Keynote „Wie Geschichten von heute die Welt von morgen prägen“ zeigten Dr. Nicole Zabel-Wasmuth und Lars Jessen (PlanetNarratives), wie Storytelling gesellschaftlichen Wandel gestalten kann. Medien, so ihre Botschaft, schaffen Orientierung und Hoffnung – gerade in Zeiten multipler Krisen. Zugleich beleuchteten sie, wie Plattformlogiken, Big Tech und KI die Rahmenbedingungen für narrative Wirksamkeit verändern und welche Verantwortung Kreative in diesem Prozess tragen.
Im anschließenden Panel „Inhalte der Zukunft“ diskutierten Gerhard Maier (Seriencamp), Schiwa Schlei (1LIVE/COSMO), Simon Pycha (DWDL/WDR) und Fiona Dörich (Studio Flitz), wie sich Medienformate und Publikumsbedürfnisse entwickeln. Dabei zeigte sich: Authentizität, Diversität und gesellschaftliche Relevanz prägen zunehmend den Erfolg moderner Inhalte. Statt Hochglanzästhetik zählt heute Haltung und Authentizität – Geschichten müssen berühren, bewegen und glaubwürdig erzählt sein.
Strategien und Geschäftsmodelle für eine dynamische Medienwelt
Der zweite Teil des Summits widmete sich den ökonomischen Perspektiven der Branche. In ihrer Keynote zeigte Barbara Zeiss (We Are Era), wie Künstliche Intelligenz nicht nur als Effizienztreiber, sondern als strategisches Werkzeug für Innovation und Organisationsentwicklung genutzt werden kann – vorausgesetzt, sie wird verantwortungsvoll eingesetzt. „KI erkennt Muster, aber keine Bedeutung“, betonte Zeiss. „Gerade deshalb bleibt der menschliche Faktor entscheidend.“
Im anschließenden Panel „Businessmodelle der Zukunft“ diskutierten Constanze Weihrauch (Weihrauch Künstlerbedarf), Christian Nienaber (Banijay Media), Benedikt Grindel (Ubisoft Blue Byte) und Tobias Schiwek (We Are Era) über nachhaltige Geschäftsmodelle, Community-Building und die Zukunft kreativer Märkte. Während Weihrauch betonte, wie wichtig IP-Management für langfristige Tragfähigkeit ist, sprach Grindel über die Innovationskraft der Gamesbranche und das Potenzial unabhängiger Entwickler:innen. Nienaber hob die Balance zwischen globaler Skalierung und lokaler Relevanz hervor, während Schiwek resümierte: „Aufmerksamkeit kann man kaufen – Relevanz muss man sich verdienen.“
Ein starkes Signal für NRW
Mit rund 250 Teilnehmenden, hochkarätigen Speaker:innen und intensiven Diskussionen zeigte der MGZ Summit 2025, wie vielfältig und innovationsstark die Medienlandschaft in NRW ist. Zukunft wird hier nicht nur diskutiert – sie wird gestaltet.
Ein herzlicher Dank gilt allen Partner:innen, Unterstützer:innen, Alumni, Freund:innen des MGZ sowie unseren Förderern und Gesellschaftern: der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, der Film- und Medienstiftung NRW, der Stadt Köln, WBS Legal, der Stadtsparkasse KölnBonn und der Pensionskasse Rundfunk. Sie alle machen kreative Gründungen in NRW möglich – und gestalten gemeinsam mit uns eine lebendige, vielfältige Zukunft der Medienbranche.
